| Presse: Fahrradtarife der ÖBB - jüngste Preiserhöhungen |
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Pressemittelung vom 4. Februar 2010 Tarif-Dschungel bei ÖBB-Fahrradkarten! Gezählte 14 verschiedene Fahrradtarife gibt es in Tirol. Je nachdem, wo, wann und wohin man mit welchem Zug fährt, muss man zwischen 2 und 12 Euro für sein Fahrrad zahlen. Der Radverein ARGUS zeigt diesen Missstand auf und kritisiert die jüngste Tariferhöhung. “Wenn es günstiger wäre, würden ja alle ihr Fahrrad mitnehmen!“, mit dieser Aussage zitiert ARGUS die Erklärung eines ÖBB Schalterbeamten für die jüngste Preiserhöhung bei der Fahrradmitnahme in ÖBB Zügen. Die aktuellen Preiserhöhungen im Detail Katastrophal sind die Verhältnisse in den EC und IC Zügen. Für die Fahrradmitnahme im EC muss man nun 10 Euro dafür bezahlen, dass man sein Rad teilweise über Stufen zum Bahnsteig tragen, dort in den Wagon hochstemmen und beim Aussteigen dort wieder abholen muss – sofern man überhaupt einen Platz für sein Rad bekommen hat, was im Sommerverkehr eher die Ausnahme ist! Außerdem ist im Railjet keine Fahrradmitnahme möglich. Enorm sind auch die Preissteigerungen bei den vom Land gestützten Tiroler Fahrradtarifen: So erhöhte sich der Preis der Tiroler Fahrradwochenkarte von 2,90 € auf 3,90 (33% Steigerung) und der Monatskarte von 7,20 € auf 12 € (60 % !!! Steigerung). „Radfahrer sind wohl nicht Zielgruppe der ÖBB“ Martina Gura von ARGUS Tirol kann eine lange Liste an fahrradfeindlichen Maßnahmen der ÖBB aufzählen: „Es begann mit der Streichung der Gepäcks- und Radaufgabemöglichkeit vor Jahren, setzte sich bei viel zu wenig Radabstellplätzen unter anderem in Innsbruck fort und endete damit, dass im neuen Liebkind der ÖBB, dem Railjet keinerlei Möglichkeit zur Fahrradmitnahme vorgesehen ist.“ Damit könnte es sein, dass man schon in naher Zukunft das Fahrrad nicht mehr über das eigene Bundesland hinweg mitnehmen kann. ARGUS zeigt sich sehr verwundert über diese Firmenpolitik. Statt auf ein gelungenes Miteinander der beiden umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bahn und Rad zu setzen, wird Schritt für Schritt die Fahrradmitnahme erschwert und verteuert. Es geht auch miteinander! Dabei gäbe es genug positive Beispiele in den Nachbarländern, weiß Martin Amann von ARGUS Tirol: „In der Schweiz zum Beispiel ist es selbstverständlich, dass man in jedem Zug das eigene Fahrrad mitnehmen kann. Ist dies nicht möglich, muss dies deutlich im Fahrplan gekennzeichnet sein. In Deutschland ist es selbstverständlich, dass bei Schienenersatzverkehr mit Bussen, eigene Radanhänger mitgenommen werden. In Österreich undenkbar und laut ÖBB logistisch nicht machbar.“ ARGUS Tirol fordert daher ein Umdenken der Bahn: Die ÖBB soll endlich aufhören, mit dem Flugzeug zu konkurrieren und das anbieten, was die Leute wirklich wollen: verlässliche, pünktliche Züge, mit denen man (und das Fahrrad) fahren kann. Kontakt: ARGUS Tirol: Diese Emailadresse ist gegen Spambots geschützt, Javascript muss aktiviert sein um sie zu sehen , www.fahr.info DI Martina Gura: 0650/ 30 30 463 oder Ing. Martin Amann: 0664/27 48 760 |
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